Shop - Ratgeber - Tipps & Tricks
Was sind die Unterschiede zwischen Open Source Shops, Kaufshops und Mietshops?

Das Angebot an Shoplösungen im Internet ist mittlerweile sehr groß. So ist es nicht verwunderlich, dass es immer schwerer wird, eine passende Lösung zu finden.
Jede Shoplösung hat seine Vor- und Nachteile wobei sich die Funktionen und Preise zum Teil erheblich voneinander unterscheiden.

In diesem Ratgeberbeitrag möchten wir Ihnen die einzelnen Shoplösungen vorstellen und Ihnen kurz die Funktionen und deren Vor- bzw. Nachteile auflisten.


Open Source Shoplösungen

‘Open Source’ steht in der Computerfachsprache gewöhnlich für ‘frei Verfügbar’ und bezeichnet Software, die kostenlos für jedermann zur Verfügung steht und heruntergeladen werden kann.
Für Webshops gibt es mittlerweile eine Vielzahl an Anbietern, die sich darauf spezialisiert haben eigene Templates, Designs und Funktionen zu entwickeln und diese anzubieten.

Auf den ersten Blick scheinen diese Shoplösungen für Anfänger im eCommerce interessant zu sein aufgrund der kostenlosen Verfügbarkeit. Relativ schnell lässt sich jedoch feststellen, dass Open Source Shoplösungen einen enormen Aufwand bei der Einrichtung erfordern und dabei Programmierkenntnisse in HTML, PHP, etc. zwingend erforderlich sind.

Der Vorteil eines Open Source Systems besteht darin, dass es flexibel auf die Anforderungen anpassbar ist und der Shop somit individuell gestaltet werden kann.
Zusätzlich wird kein direktes Startkapital vorausgesetzt, da das System kostenlos zum Herunterladen zur Verfügung steht.

 

Der “Haken” an der Open Source Shoplösung ist, dass sich diese ohne fundierte Kenntnisse in HTML, PHP, etc. nicht ordnugsgemäß einrichten lässt. Zudem ist es häufig noch erforderlich individuelle Designs anfertigen zu lassen. All diese Schritte erfordern, sofern keine Kenntnisse vorhanden, dass man Dienstleister beauftragen muss diese Aufgaben zu übernehmen sowie einen leistungsstarken Server suchen muss zum Hosten des Shopsystems.

Alles in allem kostet ein mit Hilfe eines Open Source Systems erstellter Onlineshop
über 5000 Euro bis er den Ansprüchen gerecht wird.

Fazit:

  •  Open Source Shops sind zwar zunächst kostenlos und individuell anpassbar, allerdings erfordert die Einrichtung viel Einsatz, Erfahrung und letztendlich ein hohes Budget

 

Kaufsoftware & Lizenz-Shop als Shoplösung

Diverse Anbieter im Internet bieten eine Shoplösung auch zum Herunterladen (Kaufsoftware) gegen entsprechendes Entgelt an oder den Erwerb einer Lizenz zur Nutzung eines vorhandenen Shopsystems im Internet (Lizenz-Shop). Es wird damit geworben, dass der Shop ohne große Programmierkenntnisse errichtet werden kann.
Der Vorteil dieser Shoplösung ist, dass  auch unerfahrene Softwareanwender den Einstieg ins eCommerce-Business schnell finden können und keine Gedanken an die komplizierte Einrichtung verschwendet werden müssen.
Der Nachteil ist zum einen, dass hier ein Startkapital investiert werden muss, ohne die Gewissheit zu haben, dass der Einsatz durch die Gewinne aus dem Verkauf gedeckt wird. Zum anderen müssen sogenannte ‘Erweiterungen’ häufig kostenpflichtig erworben werden um neue Designs und Funktionen freizuschalten.
Bei der Kaufsoftware muss zusätzlich noch ein leistungsstarker Server gefunden werden zum Hosten des Shops.

Fazit:

  • Onlineshops, verpackt in einer Kaufsoftware, sind ideal für erfahrene eCommerce-Händler, die sich professionalisieren möchten. Nach dem Kauf der Software fallen in der Regel keine weiteren Kosten durch die Einrichtung an, jedoch muss man für Erweiterungen zusätzlich bezahlen

 

Mietshop als Shoplösung

Mietshops versprechen einen preisgünstigen und zugleich risikolosen Einstieg in das E-Commerce. Tatsächlich bieten sie einige klare Vorteile gegenüber den bisher dominierenden Kauflösungen.

Während für eine Kauflösung eine einmalige, nicht geringe Summe zu entrichten ist, bestehen für Mietshops vielfältige Preismodelle.
Fast immer wird ein bestimmter Betrag für die Nutzung des Shops pro Zeitraum fällig. Oftmals richtet sich die Höhe des Preises auch nach der Anzahl der im Shop angeboten Produkte. Shops mit wenigen Produkten sind bei einigen Anbietern sogar kostenlos. Ein weiteres Preismodell nimmt den Umsatz des Shops als Grundlage für den Preis und finanziert sich über eine Provision.

Shopbetreiber, die neu ins E-Commerce einsteigen und den Absatz nur schwierig einschätzen können, sind mit Mietshops häufig auf der sicheren Seite.
Ein weiterer Vorteil von Mietshops liegt darin, dass es nicht mehr notwendig ist, einen externen Provider zum Hosten eines Servers zu beauftragen. Der Mietshop wird direkt beim Anbieter des Mietshops gehostet. Der Shopbetreiber hat somit im Gegensatz zur Open-Source Lösung keine Probleme bei der Einrichtung und dem Hosting.
Der Nachteil  bei Mietshops besteht hauptsächlich darin, dass eine Umsatzprovision für professionelle Händler auf die Dauer zu teuer ist. Desweiteren sind individuelle Anpassungen des Shopdesigns meist nur in einem sehr beschränkten Rahmen möglich und der Zugriff auf die eigenen Daten ist ebenfalls eingeschränkt. Größere Anbieter sind daher bei einer Open-Source oder Kaufshop-Lösung besser aufgehoben.

Fazit:

  • Mietshops bieten eine günstige und einsteigerfreundliche Alternative für gewerbliche Händler ohne großes technisches Know-How und Erfahrung im E-Commerce. Allerdings werden Mietshops aufgrund der Beschränkungen für professionelle Händler auf Dauer unattraktiv, da individuelle Lösungen benötigt werden.

Marktplätze als Shoplösung

Das Verkaufen über Marktplätze ist eine äußerst beliebte und einfache Art und Weise und warscheinlich auch die Bekannteste.
In der Regel fallen keine monatlichen Gebühren an und es entsteht auch keine Einrichtungsgebühr. Ähnlich wie beim Mietshop wird häufig über ein Kostenmodell auf Provisionsbasis abgerechnet.

Der Vorteil beim Verkaufen über Marktplätze ist die einsteigerfreundliche Handhabung sowie die direkte Verkaufsmöglichkeit ohne vorherige Installation und Einrichtung eines Shops.
Artikel können schnell angelegt werden mit vielen Einstellungsmöglichkeiten sowie der individuellen Preis und Versandfestlegung. Zusätzlich ist es kaum notwendig Marketingmaßnahmen durchzuführen, da die Kunden über die Suchfunktion des Marktplatzes ohnehin das gesamte Angebot durchstöbern können. Dabei ist es letztendlich aber bis auf einiger Ausnahmen (z.B. Galeriebild, Sofortpreis, Untertitel) dem Zufall überlassen, ob der Kunde den eingestellten Titel findet und kauft.
Der Nachteil dieser Lösung ist hauptsächlich die oftmals sehr hoch ausfallende Provision für getätigte Verkäufe. Trotz der oft kostenlosen Artikeleinstellung kann das gewerbliche Verkaufen über einen Marktplatz somit auf Dauer kostspielig werden. Zudem ist es nicht möglich, gezielt Kunden auf die Artikel bzw. einen Shop aufmerksam zu machen bzw. diese zu bewerben.

Fazit:

  • Marktplätze als Shoplösung haben den Vorteil, dass ähnlich wie beim Mietshop, keine Vorkenntnisse erforderlich sind und keine Marketingmaßnahmen getroffen werden müssen. Dabei hat aber der negative Aspekt, das Kostenmodell auf Provisionsbasis, eine starke Gewichtung.Diese Lösung ist Einsteigern im Verkaufsgeschäft bzw. Händlern mit sich ständig ändernden Beständen zu empfehlen.

 

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